Unter dem Titel „MENSCHLICH – ALLZU MENSCHLICH“ hatte die Concordia Niederbrechen zum Konzert in die Kulturhalle geladen und bot ein buntes Programm mit attraktiver Chormusik und humorvollen Textbeiträgen. Neben dem Männerchor der Concordia waren der gemischte Chor „Farbenklang Görsroth“ und der Frauenchor „CantaMiss Wehen“ mit von der Partie, so dass sich eine begeisternde Palette verschiedener Stimmen, Chorklänge und Klangfarben entspann.
Es „menschelte“ kräftig, denn der Mensch stand im Fokus, und so wurden musikalisch wie textlich die verschiedensten Situationen menschlichen Lebens amüsant und kurzweilig beleuchtet, die für Schmunzeln und Gelächter im Publikum sorgten. Es ging um die kleinen Schwächen und die großen Gefühle des Lebens, so dass klar wurde: Mit einer ordentlichen Prise Humor und der richtigen Melodie im Ohr ist das Leben bunter und lebenswerter.
Das Programm der Chöre war voller musikalischer Gegensätze und bildete als interessanter Mix somit ein abwechslungsreiches Kaleidoskop ansprechender und effektvoller Chorliteratur – von klassisch-traditionell bis modern-zeitgenössisch. Die Chöre zeigten exzellente Leistungen auf hervorragendem Niveau und zogen die Zuhörer in ihren Bann. Alle Chöre standen unter dem einfühlsamen Dirigat von Michael Knopke. Am Flügel wurden sie sensibel vom versierten Pianisten Norbert Henß begleitet.
Durch pointierte Überleitungen zum jeweiligen Themenbereich angepasst, brachten die Chöre ihre Stücke zu Gehör und vermittelten einen überzeugenden Eindruck ihres Könnens.
Die Männer des gastgebenden Vereins Concordia eröffneten souverän mit dem markanten „I will praise Thee, oh Lord“, um dann im weiteren Verlauf unter anderem mit „Soon Ah Will Be Done“, „Waiting for Wellerman“ oder dem schier nur gehauchten „Der Träumende See“ weitere positive Akzente zu setzen. Trotz reduzierter Besetzung beeindruckte der Chor der Concordia mit erstaunlichem Volumen, brillantem Chorklang und äußerster Präzision, was von den Zuhörern auch mit begeistertem Applaus honoriert wurde.
Aber auch die Gastchöre zeigten sich durch Chorleiter Knopke bestens präpariert. „Farbenklang Görsroth“ wusste u.a. mit der „Musik der Nacht“ und dem „Weg“ von Herbert Grönemeyer zu punkten. Auch die Frauen von „CantaMiss“ aus Wehen bestachen mit ihrem Gesang, aber auch zusätzlich durch ihre choreografischen Auflockerungen z.B. bei „It‘s raining men“ oder dem „Shoop, Shoop Song“ und sorgten für Begeisterung in Niederbrechen.
Beim gemeinsamen Schlusslied forderten die Chöre auf: „Let the river run!“
Das Publikum war am Ende unisono voller Lob für diesen in jedweder Hinsicht gelungenen Abend und ging beseelt mit einem Lächeln im Gesicht nachhause. Alles in allem also ein tolles Konzert, das allerdings mehr Besucher verdient gehabt hätte.
(Text: Chr. Königstein, Fotos: Christof Heider und Jasmin Wesolowski)












